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Danum Valley & die Borneo-Zwergelefanten in Sabah

Erleben Sie eine seltene und magische Begegnung mit den Borneo-Zwergelefanten im Danum Valley, Sabah.

Geschrieben von Itisha Ismail

Die Inspiration kehrt zurück

Eine Zeit lang hatte ich keine Inspiration mehr zum Schreiben. Doch die Natur und inspirierende Reisende aus aller Welt haben mir einen kleinen Tritt gegeben – und plötzlich hatte ich wieder Lust, meine Erlebnisse festzuhalten!

Seit Februar dieses Jahres durften wir viele inspirierende Gäste bei uns begrüßen – einige auf Hochzeitsreise, andere, die Borneo schon lange auf ihrer Bucket List hatten. Aus fremden Menschen wurden Freunde, und genau diese Begegnungen haben Simon und mir gezeigt, dass der große Schritt, den wir vor fast einem Jahr gewagt haben, absolut richtig war. Es ist nicht einfach nur ein Geschäft oder – wie manche vielleicht denken – „ein Hobby“. Nein, es ist viel mehr als das für ein kleines, persönliches Projekt wie Bike and Tours.

Reisende, die uns inspiriert haben

Der Februar begann mit einem echten Highlight: sportliche Honeymooner aus Perth – Mick und Erin, die bereits auf mehreren Kontinenten gelebt und gearbeitet haben. Als begeisterte Naturfreunde beeindruckten sie uns besonders mit ihrer Liebe zu scharfem Essen. Kurz darauf trafen wir das wunderbare Schweizer Paar Viola und Pascal, die über 2000 km von der Schweiz nach Santiago de Compostela gewandert sind! Und erst vor wenigen Tagen durften wir das stets positive Paar Elisa und Martin aus Deutschland begleiten, die mit uns in Taliwas und im Danum Valley geradelt sind. Wir danken all diesen Menschen für ihre Wertschätzung unserer Arbeit und für ihr wertvolles Feedback zu unserem tropischen Abenteuer.

Die Reise nach Taliwas und ins Danum Valley

Während ich dies schreibe, laufen die Bilder unserer Tour von letzter Woche mit Martin und Elisa immer wieder vor meinem inneren Auge ab. Alles wirkt noch so unwirklich! Die beiden sind über 20 km vom Silam Junction nach Taliwas geradelt – und haben die Herausforderung trotz Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit großartig gemeistert. Die Belohnung folgte sofort: ein erfrischendes Bad im klaren Taliwas-Fluss.

Kurz nach dem Mittag luden wir die Fahrräder ins Auto und machten uns auf den Weg ins Danum Valley. Auf der Schotterstraße scherzte Elisa voller Vorfreude: „Gleich treffen wir auf Elefanten!“ oder „Wann werden wir wohl von Elefanten aufgehalten?“ Martin hingegen genoss einfach den dichten tropischen Regenwald – und war froh, dass wir unser Versprechen gehalten hatten, ihm keine Palmölplantagen zu zeigen. Wir hielten kurz an, um Fotos vom satten grünen Tal zu machen. Trotz der Hitze war die Luft im Regenwald angenehm kühl – ein wunderbares Gefühl.

Warten auf die Elefanten

Während Elisa und Martin fotografierten, ließen Simon und ich ihnen etwas Privatsphäre und dachten über ihre Frage nach: Wann würden wir endlich das Glück haben, einen wilden Elefanten zu sehen? Wir wollten nicht gierig sein – ein einziger würde uns schon reichen. Obwohl wir im letzten Jahr oft im Danum Valley waren, hatten wir bisher nur… Elefantendung gesehen! Und selbst daran konnten wir nur anhand der Feuchtigkeit erkennen, ob die Tiere in der Nähe waren. Wie frustrierend!

Die erste Begegnung

Als wir weiter die alte Holzfällerstraße entlangfuhren, bekam ich plötzlich Lust auf einen Kaffee. Gerade als ich fragen wollte, ob jemand auch einen möchte – wir hatten praktischerweise alles vorbereitet – zeigte Simon plötzlich nach vorne, seine Augen weit vor Aufregung: „Schaut! Schaut! Schaut!“

Und da waren sie: zwei Borneo-Zwergelefanten – eine Mutter mit ihrem Baby! Sie standen mit dem Rücken zu uns, ihre langen Schwänze schwangen sanft hin und her, während ihre großen Ohren langsam die Hitze wegfächerten.

Wir fuhren vorsichtig näher, hielten aber respektvollen Abstand – wir wussten nicht, wie sie reagieren würden. Als die Elefantenmutter den Motor hörte, schien sie ihrem Kalb zu signalisieren, schnell zurück in den Dschungel zu verschwinden. Wir blieben noch eine Weile im Auto und gingen dann an die Stelle, an der wir sie zuletzt gesehen hatten. Im dichten Regenwald bewegte sich etwas – fast wie eine kleine Dschungelparty. Blätter raschelten, Äste knackten, Wasser spritzte. Offenbar spielten die Elefanten im Fluss. Zwischendurch hörten wir ihre Trompetenrufe – sie klangen fast wie Chewbacca aus Star Wars.

Geruch und Stille

Ein intensiver Geruch lag plötzlich in der Luft und stellte unseren Geruchssinn auf die Probe. Dazu kamen kleine fliegenähnliche Insekten, die um uns herumschwirrten. Kein Wunder, dass die Elefanten ständig mit den Schwänzen wedeln und mit den Ohren schlagen! Wir warteten noch eine Weile, doch offenbar war im Tal mehr los als auf der Straße – für die Elefanten war es dort einfach spannender.

Und dann… die Herde

Wir stiegen wieder ins Auto und fuhren weiter Richtung Danum Valley Field Centre. Wie aufgeregte Kinder sprachen wir ununterbrochen über unsere Begegnung. Man sagt, dass die Borneo-Zwergelefanten deutlich kleiner sind als ihre afrikanischen Verwandten – tatsächlich die kleinsten in Asien. Obwohl wir zunächst nur zwei Tiere gesehen hatten, waren wir schon überglücklich. Doch das Beste sollte erst noch kommen.

Elisa, immer noch voller Energie, streckte den Kopf aus dem Fenster und beobachtete den Dschungel. Plötzlich rief sie: „Da sind sie!“ Und tatsächlich – da waren sie: etwa fünfzehn Zwergelefanten mitten auf der Straße!

Das große Finale

Jetzt hatten wir einen Platz in der ersten Reihe. Die Elefanten wirkten unglaublich friedlich und fast niedlich – ein bisschen wie Yoda aus Star Wars, nur mit Rüssel. Sie wickelten ihre Rüssel um Pflanzen und fraßen entspannt. Sie wussten ganz sicher, dass wir da waren – unser Motor war alles andere als leise. Doch weil wir Abstand hielten, schienen sie uns zu akzeptieren. Einige Jungtiere spielten neben den Erwachsenen. Selbst aus der Entfernung konnten wir die Schlammflecken auf ihrer grauen Haut sehen, ihre langsam blinzelnden Augen und die Ohren, die unermüdlich die Insekten fernhielten. Einige bewegten sich über die Straße, andere fraßen ruhig am Rand des Weges.

Entdecken Sie das Danum Valley mit HAK’s Travel – erleben Sie geführte Naturtouren, echte lokale Gastfreundschaft und unvergessliche Begegnungen mit der Tierwelt. Starten Sie Ihr Borneo-Abenteuer noch heute.

Story by: Itisha Ismail (Bike and Tours / HAK’s World)

Photography by: Simon Werren (Bike and Tours / HAK’s World)

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About the Author

Itisha Ismail is the co-founder of HAK’s World Travel & Hospitality Group in Lahad Datu, Sabah. A passionate storyteller and culinary host at Hawa’s Artisan Kitchen, she connects guests with Borneo through meaningful travel, local food, and community-based experiences. Photography throughout this story by Simon Werren, co-founder of HAK’s World and creative lead behind its visual storytelling.