
Bukit Piton – Vom zerstörten Wald zum lebendigen Rückzugsort für Wildtiere
Geschrieben von Aleena Che Ramli
(Ehemals Bike and Tours, heute HAK’s Travel & Hospitality Group)
Lage
Gebiet: Bukit Piton Forest Reserve
Nächstgelegene Stadt: Lahad Datu
Kategorie IA: Strenges Naturreservat
Land: Sabah, Malaysia
Koordinaten: 5°09' N / 118°00' E
Fläche: 11.612 Hektar
Überblick
Das Bukit Piton Forest Reserve, früher bekannt als Northern Ulu Segama, liegt im Osten von Sabah entlang des oberen Abschnitts des Ulu-Segama-Flusses, an der Grenze zum Danum Valley. Es ist Teil des Ulu Segama Malua Forest Reserve, das ursprünglich als kommerzielles Waldgebiet (Klasse II) ausgewiesen war. Im März 2012 wurde es jedoch als Schutzwaldreservat (Klasse I) neu klassifiziert und umfasst eine Fläche von 11.612 Hektar. Die Vegetation besteht überwiegend aus ehemals abgeholztem Tiefland-Dipterocarp-Regenwald, der seit 2007 schrittweise wiederhergestellt wird.
Wildtiere und Orang-Utan-Lebensraum
Das Bukit Piton Forest Reserve zählt zu den wichtigsten Lebensräumen für Orang-Utans in Sabah. In diesem Gebiet lebt eine hohe Dichte wildlebender Orang-Utans (Pongo pygmaeus morio), die auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft sind (2000). Laut WWF-Malaysia wurde die Population im Jahr 2007 auf etwa 170 Tiere geschätzt und stieg bereits 2008 auf rund 300 an. Diese Population ist vollständig isoliert von der größeren Gruppe im Ulu Segama Forest Reserve, da ausgedehnte Palmölplantagen entlang der nördlichen und östlichen Ufer des Segama-Flusses eine physische Barriere zwischen den Lebensräumen bilden.
Wiederaufforstungsmaßnahmen
Zwischen 2007 und 2017 konnten WWF-Malaysia, Yayasan Sime Darby und das Sabah Forestry Department rund 2.099 Hektar der ursprünglich geplanten 2.400 Hektar degradierter Orang-Utan-Waldflächen im nördlichen Ulu Segama erfolgreich wiederherstellen. Schlechte Abholzungsmethoden in den 1980er-Jahren bis 2007 sowie Waldbrände in den Jahren 1983 und 1997–1998 führten zu erheblichen Schäden. Teile des Waldes waren vollständig entwaldet, während andere Bereiche unter geringer Baumdichte und stark beeinträchtigten Lebensräumen litten – insbesondere für Orang-Utans.
Im Rahmen dieses zehnjährigen Projekts wurden nahezu 300.000 Bäume aus 99 verschiedenen Arten gepflanzt, die als Nahrungsquelle für Orang-Utans und andere Wildtiere dienen. Offene Flächen wurden mit schnell wachsenden Pionierarten wie Binuang (Octameles sumatrana) und Laran (Neolamarckia cadamba) bepflanzt, während schattigere Bereiche mit schattentoleranten Dipterocarp-Arten angereichert wurden, die essbare Früchte produzieren, darunter Sengkuang (Dracontomelon dao), Terap (Artocarpus sp.) und Feigen (Ficus sp.).
Fortlaufende Renaturierung durch Ökotourismus
Ende 2016 begannen HAK’s Travel & Hospitality Group (ehemals Bike and Tours) sowie die gemeinnützige Organisation Brothers Cycling aus der Schweiz in Zusammenarbeit mit Kontraktor Fajar ein langfristiges Projekt zur Wiederherstellung von Bukit Piton durch Ökotourismus und gezielte Baumpflanzungen. Der aktuelle Ansatz konzentriert sich auf kleinere, aber kontinuierliche Maßnahmen, bei denen jeder gepflanzte Baum über einen Zeitraum von fünf Jahren gepflegt wird, um ein nachhaltiges Wachstum zu gewährleisten.
Im Gegensatz zu früheren Projekten, die sich vor allem auf die Anzahl der gepflanzten Setzlinge konzentrierten – oft ohne langfristige Pflege einzuplanen – legt dieser Ansatz besonderen Wert auf kontinuierliche Betreuung. Viele frühere Initiativen scheiterten, da junge Pflanzen von Kletterpflanzen überwuchert wurden und nicht genügend Licht oder Raum zum Wachsen hatten.
Rückkehr der Tierwelt und Potenzial für Ökotourismus
Heute hat sich Bukit Piton zu einem hervorragenden Gebiet für Tierbeobachtungen und Vogelbeobachtung entwickelt, insbesondere bekannt für Sichtungen wildlebender Orang-Utans in ihrem natürlichen Lebensraum. Eine beeindruckende Vielfalt an Tierarten ist zurückgekehrt, darunter bedrohte Borneo-Zwergelefanten, Plumploris, Sambarhirsche, Bartschweine, Nördliche Borneo-Gibbons, Schweinsmakaken sowie zahlreiche Vogelarten wie der Helm-Hornvogel, Schwarz-Karmesin-Pitta, Blaukopf-Pitta und der Wallace-Habichtsadler. Diese Entwicklung zeigt eindrucksvoll, dass groß angelegte Renaturierungsmaßnahmen stark degradierte Wälder erfolgreich wiederherstellen und die Tierpopulationen nachhaltig fördern können.
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About the Writer
Aleena Che Ramli
🔎 Motivational Speaker | 🔎 Certified Professional Coach (TCI & IAC-MP) | 🔎 Accredited Trainer
A resilient and passionate professional who believes in living with vision, not just sight. Aleena combines her background in coaching and training with storytelling that inspires connection and purpose.