Hawa’s Artisan Kitchen – Nasi Lemak Vegan
Eine feine Abwandlung von Malaysias Nationalgericht
Hawa’s Artisan Kitchen freut sich, eine behutsame Neuinterpretation von Malaysias Nationalgericht vorzustellen – Nasi Lemak Vegan. Ja, unsere Version ist bewusst „authentisch un-authentisch“, doch genau diese Anpassung war notwendig, damit sie von Veganer:innen, Menschen mit Meeresfrüchte-Unverträglichkeiten sowie von all jenen genossen werden kann, die sich hin und wieder bewusst pflanzenbasiert ernähren möchten.
Unser veganes Nasi Lemak wurde zudem durch Simons und meine eigene zweimonatige vegane Reise zu Beginn dieses Jahres inspiriert – im Einklang mit #Veganuary 2021. Während dieser Zeit gab es natürlich auch ein paar „Ausnahmetage“, etwa für Geburtstagskuchen. Die meisten unserer veganen Mahlzeiten waren jedoch stark von der malaiischen Küche und den lokal verfügbaren Zutaten geprägt. Zu Beginn unserer veganen Phase kauften wir einige getrocknete Hafer- und Sojaprodukte, die wie Hühnerkrallen, Rindfleischscheiben oder Bolognese-Texturen geformt waren. Diese Produkte stammten aus einem vegetarischen Fachgeschäft, kamen jedoch ohne Zutatenangaben. Uns wurde lediglich gesagt, man müsse sie vor dem Kochen einweichen und gut würzen.
Mein erster Versuch, mit diesen strukturierten Hafer- und Sojaproteinen eine vegane Bolognese zuzubereiten, war leider ein Desaster. Die Textur sog extrem viel Flüssigkeit auf und benötigte Unmengen an Gewürzen, um überhaupt Geschmack zu entwickeln. Bis heute habe ich das Gefühl, es schmeckte nach Karton. Diese Erfahrung war so enttäuschend, dass ich sämtliche getrockneten Hafer- und Sojaproteine weitergab. Doch auch das war eine wichtige Lektion auf unserer veganen Reise: Sollte ich jemals vollständig vegan leben, dann nur mit echtem, unverarbeitetem Essen.
Eine weitere wertvolle Erkenntnis verdanke ich meiner nicht-veganen Freundin Anne: Man sollte es nicht vortäuschen. Wenn ein Gericht aus pflanzlichen Zutaten besteht, sollte es auch so benannt werden – und nicht nach tierischen Produkten. Junge Jackfruit sollte als Young Jackfruit bezeichnet werden und nicht als „veganes Poulet“, gesalzener Tempeh nicht als „veganer Salzfisch“, Pilze oder Randen nicht als „veganes Rindfleisch“. Das ergibt absolut Sinn: Wer sich vegan ernährt, warum sollte man dann pflanzliche Zutaten nach Tieren benennen? Das widerspricht doch dem eigentlichen Gedanken des Veganismus.
Das vegane Nasi Lemak auf der Speisekarte von Hawa’s Artisan Kitchen wurde mit grosser Sorgfalt zusammengestellt, um die Köstlichkeit echter, pflanzlicher und vollwertiger Zutaten aus der malaiischen Küche zu feiern. Wir haben mehrere Testläufe durchgeführt und Freund:innen sowie Stammgäste probieren lassen. Ihr konstruktives Feedback floss in die Weiterentwicklung ein – das Ergebnis ist unser heutiges Nasi Lemak Vegan:
- Jasmin-Kokosreis, gekocht mit frischem Pandan (Schraubenbaumblättern), Ingwer- und Zitronengrasextrakt, nativem Kokosöl und Kokosmilch. Die Pandanblätter stammen aus unserem eigenen Garten; sollte der Vorrat einmal nicht reichen, versorgt uns unsere Freundin Linda grosszügig mit Pandan aus ihrer Farm. Pandan verleiht dem Reis sein natürliches Aroma und eine zartgrüne Farbe – besonders in Kombination mit Kokosmilch.
- Rendang Nangka (Rendang aus junger Jackfruit) – junge Jackfruit ist wahrlich ein Geschenk der Natur. In Verbindung mit den klassischen Rendang-Kräutern und -Gewürzen entsteht ein wahres Fest der Aromen der malaiischen Küche. Zitronengras, Kaffirlimettenblätter, Kurkumawurzeln, Galgant, Ingwer und Ingwerblüte (als Ersatz für Schalotten und Knoblauch, da viele Vegetarier:innen in Lahad Datu aus religiösen Gründen keine Zwiebeln und keinen Knoblauch essen) werden langsam in reichhaltiger Kokosmilch geschmort. Rendang ist die malaysische Form eines dicken Schmorgerichts – es soll nicht knusprig sein. Die junge Jackfruit wird so lange gegart, bis sie zart ist und all die wunderbaren Gewürze aufgenommen hat. In unserer bescheidenen, kulinarischen Einschätzung ist dies der Star des Gerichts.
- Sambal Tempeh – was wäre Nasi Lemak ohne Sambal? Und was wäre Sambal ohne Belacan? Natürlich ein veganes Sambal. Das Sambal von Hawa’s Artisan Kitchen wird aus hausgemachtem Chili Boh hergestellt, stundenlang unter ständigem Rühren mit asiatischen Aromaten und veganem Belacan sautiert, bis eine intensive, scharfe, säuerliche und umamireiche Würzpaste entsteht. Abgerundet wird es mit in Kurkuma und Salz mariniertem, flach gebratenem Tempeh.
- Pilz-Fritters – Shiitake-Pilze in Hawa’s Artisan Kitchen spezieller veganer und glutenfreier Panade. Separat verpackt, damit sie ihre Knusprigkeit und Textur bewahren.
- Cashewnüsse – eine weitere kleine Abwandlung der klassischen Erdnüsse im Nasi Lemak. Wir verwenden hausgeröstete Cashews, damit auch Gäste mit Erdnussallergien unser Nasi Lemak geniessen können.
- Blanchierter Kangkong (Wasserspinat) – in meiner Familie gehörte blanchierter Kangkong schon immer zum Nasi Lemak. Dieses nährstoffreiche Gemüse ist daher ein fester Bestandteil unseres Gerichts – nicht nur aus Tradition, sondern weil Nasi Lemak klassisch immer mit blanchiertem Kangkong serviert wird.
- Gurke – die Frische der Kampung-Gurke bringt Leichtigkeit und Frische in dieses vegane Nasi-Lemak-Gericht.
Wir hoffen, dass Sie das vegane Nasi Lemak von Hawa’s Artisan Kitchen genauso geniessen, wie wir es genossen haben, dieses wunderschöne Gericht aus dem malaiischen Kulturerbe mit einer feinen, zeitgemässen Note für Sie zuzubereiten.
Selamat Menjamu Selera!
